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die Kräfte X, Y, Z sind für alle genannten Punkte im Mittel gleich Null. Mithin auch für alle Punkte der Ausdruck 2(Xx + Yy + Zz) gleich Null. Wir finden demnach für die Punkte in einer Flüssigkeit Verhältnisse, welche mit denen bei G-astheilchen die grösste Uebereinstiinmung erkennen lassen. Auf die Gastheilchen wirken keine Kräfte, auf die Theilchen innerhalb der Flüssigkeit solche, die einander aufheben. In beiden Fällen wird also die Bewegung ungestört vor sich gehen,, so lange keine Zusammenstösse eintreten.

Die Theilchen, für welche die Kräfte gleich Null gesetzt werden können, machen wohl von vorn herein den grössten Theil der Masse aus und es bleiben nur noch solche übrig,, für die die molecularen Kräfte durch andere nicht ganz aufgehoben werden. Diese letzteren liegen in der Oberfläche und bilden, was den Kaum anbetrifft, den sie einnehmen, eine dünne Schicht von der Dicke des Radius der Wirkungssphäre. Die . einzelnen Theilchen werden nach innen gezogen. Zeichnen wir dann wieder um ein derartiges Theilchen die Kugel von der Grosse der Wirkungssphäre, so fällt ein Theil dieser Kugel ausserhalb der Flüssigkeit. In diesem Falle fehlt also ein Theil der Flüssigkeit, die nöthig gewesen wäre, um den Punkt im Gleichgewicht zu halten. Es bleibt also eine Kraft übrig, ebenso gross als die Anziehung, die der Punkt von der fehlenden Masse erfahren würde. Später wollen wir einige Formeln angeben, unter denen diese Kraft dargestellt werden kann, und dann auch, wie dieselbe, die auf ein Oberflächen element wirkt, sich bei Berücksichtigung der Form der Oberfläche verändert. Vorläufig genügt es, die Richtung der Kraft zu suchen, während wir, um die Gleichheit der Kraft an verschiedenen Punkten der Oberfläche annehmen zu können, uns die Oberfläche kugelförmig denken — die einzige Form, unter der denn auch eine Flüssigkeit, dem Einfluss äusserer Kräfte entzogen, im Gleichgewicht sein kann. Wir bestimmen die Richtung dieser Kraft senkrecht auf die Oberfläche, ohne Rücksicht auf die Form dieser Oberfläche, da die Theilchen einer Flüssigkeit vollkommen leicht beweglich sind. Weil jedoch nicht alle Flüssigkeiten diese Eigenschaft in gleichem Maasse besitzen, schliessen wir diejenigen, die gewissermassen den Uebergang zu dem festen Aggregatzustand bilden, von unserer Betrachtung aus.