— 20 — Folglich nimmt die Attraction schliesslich den Ausdruck an:

xr , H

Hier ist derjenige Krümmungsradius - negativ zu nehmen, der zu einem für den Beobachter nach aussen concaven Durchschnitt der Flüssigkeitsmasse gehört.

"Wir wollen zur Berechnung des molecularen Drucks, der durch eine Anzahl einander anziehender Theilchen auf die Oberfläche ausgeübt wird, noch einen zweiten Weg einschlagen.

Dazu bestimmen wir die Anziehung, die Punkt P (Taf. I Fig. 4) durch eine darüber gesetzte Flüssigkeitsmasse erleidet. Die Masse selbst verth eilen wir in parallele Schichten. Ziehen wir aus dem Fusspunkte des von P auf eine dieser Schichten gefällten Lothes eine Linie nach einem Flüssigkeitstheilchen Q in eben dieser Schicht, deren Länge durch u dargestellt werde, so können wir das durch dieses Theilchen eingenommene Kaumelement udu da dx, wo dx die Dicke der Schicht bedeutet, gleichsetzen. Oder nennen wir & den Winkel, den PQ mit der Senkrechten macht und setzen PQ = /*, sodass u = x tg & und du = x.di^jcosz&, so wird das Raumelement:

Ist die Kräftefunction l) wieder y (/"), so ist die Anziehung, die auf P in einer auf der betrachteten Schicht senkrechten Richtung von Q ausgeübt wird' (die Dichte lassen wir als con-stant ausser Betracht):

d&dx. x'ig&x c . w l— -z . cos#, 0 2 r '

dx . x2d - ~ w | — — ) dco.

oder:

Integriren wir nach co zwischen co = 0 bis o) = 2^, so finden wir für die Anziehung des durch Q gehenden Ringes:

2 % x2 dx d~~- 1~ cp (— —V cos & v ^ cos & l

a) Das Wort Kräftefunction ist hier in einer etwas anderen Bedeutung, wie gewöhnlich bei Clausius, gebraucht, wo es mit der Arbeit in engem Zusammenhang steht. Es bezeichnet hier die Art. der Wirkung der Kraft.