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Breite bedeuten Hessen. Wir sehen so, dass die Anschauung, eine Flüssigkeit in einer Haut von unveränderlicher Spannung eingehüllt zu denken, wenigstens bei. unverändertein Volumen stets Resultate liefert, die sich bestätigt finden.

Wie klein auch die Spannung II j 2 sein mag, so ist sie doch die Ursache einer ganzen Reihe von Erscheinungen auf dem Gebiete der Capillarität , nicht allem der Erhebung oder Senkung von Flüssigkeiten in engen liöhren oder zwischen genäherten Platten, sondern auch der P orm von liegenden oder hängenden Tropfen, Gasblasen in Flüssigkeiten etc., kurz von Allem, was sich auf die äussere Gestalt einer Flüssigkeit bezieht. Es kann unsere Aufgabe nicht sein, hier auf die wichtigen Untersuchungen, vor allem die von Plateau, Quincke, van der Mensbrugghe, Lüdtge u. a. näher einzugehen. Wir erinnern nur an die neuerdings durch Bosscha angestellten überraschenden Versuche, die das Vorhandensein dieser Spannung auch in Fällen darthun, wo man es früher nicht vermuthete. Später werden wir sehen, dass sie nicht nur bei Flüssigkeiten besteht, sondern auch bei allen sogenannten Gasen. Was wir bei Dämpfen den molecularen Druck genannt haben, der sich zum äusseren addirt, ist:

dx.

Hat dieses Integral einen endlichen Werth, so muss dies auch der Fall sein mit:

Wir können wohl erwarten, dass derselbe bei allen Körpern, bei denen der Abstand der Molecüle so gross wie bei den Dämpfen ist, sehr klein ist; doch steht dem gegenüber, dass der Körper, auf den sich ihre Wirkung merkbar machen soll, wegen der bedeutenden Beweglichkeit der Theilchen sehr leicht ihrem Einflüsse Folge leisten kann. Die Beobachtung dieser Erscheinung wird durch die Diffusion erschwert. Aus den Versuchen von Bosscha erhellt, dass bei Tabaksrauch und wahrscheinlich auch bei nebeiförmigem Wasserdampf die Spannung gross genug ist, um capillare Erscheinungen zu Tage zu

van der W aal s, Gasförmiger und flüssiger Zustand. 2. Aufl. 3